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Ultraschalltherapie für Pferde

Ultraschall ist meist nur als bildgebende diagnostische Maßnahme bekannt. Der therapeutische Ultraschall kann aber auch als Therapie eingesetzt werden und bietet in der Veterinärmedizin ein sehr breit gefächertes Anwendungsspektrum.

Die Ultraschalltherapie wird vor allem zur Behandlung von akuten und chronischen Beschwerden am Stütz- und Bewegungsapparat, bei Muskelproblemen und Verspannungen sowie zur Schmerzbehandlung eingesetzt.

Ziel der Ultraschalltherapie ist die Normalisierung gestörter Funktionen der Muskulatur, von Gelenken sowie Sehnen und Bändern und einer damit verbundenen Schmerzlinderung. Das Gewebe wird besser durchblutet und der Zellstoffwechsel angeregt. Dies führt zu einem beschleunigten Heilungsprozess. So bildet sich beispielsweise ein Bluterguss innerhalb kürzester Zeit zurück.


Funktion des Ultraschalls:

Ultraschall entsteht, wenn hochfrequente Schwingungen mit einer Frequenz von mehr als 20 kHz umgeformt werden. Die so entstehenden Schwingungen werden als Ultraschallwellen bezeichnet. Die Schallwellen breiten sich in den Weichteilen des Körpers aus und führen durch die aufgenommene Energie Schwingungen aus. Die aufgenommene Energie wird als Wärme wirksam. Je nach gewünschte Wirkung bzw. Erkrankung wird zwischen kontinuierlichem und pulsierendem Ultraschall und einer Frequenz von 1 – 3 MHz gewechselt. So kann die mechanische oder thermische Wirkung betont werden. Die thermische und mechanische Wirkung führt zu einer Microzirkulation des Blutes und einer inneren Gewebsmassage.

Ich arbeite mit einem hochwertigen Ultraschallgerät mit Gleich- und Impulsschall sowie zwei unterschiedlich großen Multifrequenzköpfen mit 1 – 3 MHz. Für tiefergelegene Bereiche (z. B. bei Sehnenproblemen) verwende ich einen kleineren Schallkopf, für die oberflächliche Gewebsbehandlung (z. B. zur Muskelrelaxation im Rückenbereich) einen großen Schallkopf.

Um eine optimale Verbindung zwischen Haut und Schallkopf zu erreichen, wird ein Gel auf die Haut aufgetragen – so kann der Ultraschall in das Gewebe eindringen. Dabei besteht auch die Möglichkeit Medikamente in Gelform (z. B. zur Durchblutungsverbesserung, zur Entzündungshemmung oder Förderung der Wundheilung) mit Hilfe der Ultraschallenergie in die obersten Hautschichten einzubringen (Ultrasonophorese).

Die Ultraschalltherapie wird als Zusatztherapie zu einer osteopathischen Behandlung oder als alleinige Therapieform angewandt.


Wirkungen der Ultraschalltherapie:

  • Beschleunigung von Reparationsprozessen an verletzten Weichteilen
  • Anregung der Wundheilung
  • Verbesserung von Regenerationsprozessen
  • Durchblutungsverbesserung und Beschleunigung von Stoffwechselfunktionen
  • gesteigerte Nervenleitgeschwindigkeit
  • Erhöhung der Dehnbarkeit von Bindegewebsstrukturen


Indikationen:

  • Muskelschmerzen, Muskelverspannungen, Muskelverkürzungen, Muskelatrophie
  • Arthrose, Arthritis
  • Sehnenschäden, Sehnen- oder Sehnenscheidenentzündungen
  • Degeneration der Wirbelsäule
  • Zerrungen, Prellungen, Verstauchungen, Quetschungen
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Frakturen
  • Narbenheilung, Verklebungen
  • Nervenschäden / Neuralgien
  • Hufrollenerkrankungen
  • Schlecht heilende Wunden
  • Weichteilverletzungen
  • Blutergüsse

Nicht anzuwenden bei Fieber, Herzkrankheiten, Tumoren, Infektionen