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Akupunktur und Akupressur für Pferde

 
 
Auswahl einiger Akupressurpunkte: Yintang, Jing Ming, Tianzhu Futu, Jugu und Choujin

Auswahl einiger Akupunkturpunkte:
1. Yintang (Beruhigung)
2. Jing Ming (alle Pathologien des Auges)
3. Tianzhu Futu (Schmerzen und Steifheit im Zervikal- und Schulterbereich)
4. Jugu (Husten, Diagnosepunkt für Rachen- und Kehlkopfentzündungen)
5. Choujin (Schmerzen und Verspannungen im Rücken- und Lendenbereich)

 
 
Schmerztherapie und mehr – ohne Doping

Die Akupunktur ist eine ganzheitliche chinesische Heilmethode - Psyche und Körper werden nicht voneinander getrennt. Schon vor über 3000 Jahren wurde die Akupunktur in China zur Gesunderhaltung und Leistungssteigerung an Pferden angewandt.

Wissenschaftlich wurden verschiedene Wirkungen wie Durchblutungsförderung, Freisetzung von Neurotransmittern (z.B. Endorphine), Schmerzlinderung und Stimulation des Immunsystems nachgewiesen.

Akupunktur hilft ohne Medikamentengabe. Dies ist vor allem im Hinblick auf Doping wichtig, da Medikamente häufig zum Prüfungsausschluss führen. Des Weiteren können durch Medikamente unerwünschte Nebenwirkungen auftreten und auch eine Unverträglichkeit von Medikamenten kann ein Problem darstellen. Die Akupunktur ist eine der sichersten Therapieformen, da keine chemischen Substanzen eingesetzt werden.

Nach chinesischer Vorstellung entstehen viele Erkrankungen durch einen gestörten Fluß der Lebensenergie (Qi). Das ausgewogene Yin Yang Zusammenspiel ist die Voraussetzung für die Gesundheit des Pferdes. Durch psychische Belastungen (Stress), äußere Einflüsse (z.B. Kälte , Hitze, Nässe), schlechte Ernährung, Bewegungsmangel oder Überanstrengung , Traumen etc. kann es zu Störungen des Energiezustandes kommen (Qi-Stau, Qi-Leere, Qi-Fülle) und Krankheiten entstehen.

Durch die Behandlung bestimmter Akupunkturpunkte beim Pferd können Schmerzen gelindert und andere gesundheitliche Beschwerden positiv beeinflusst werden.
Die Akupunkturpunkte befinden sich hauptsächlich auf den Meridianen (Energieleitbahnen).
Bei der Akupunktur werden diese mittels feiner Nadeln stimuliert.
Bei der Akupressur werden diese Punkte mit Fingerdruck statt Nadeln behandelt. Dies eignet sich besonders zur Nachbehandlung durch den Pferdebesitzer nach vorheriger Anleitung.

Die chinesische Diagnose wird sowohl auf Grundlage des energetischen Zustandes einschließlich Pulsdiagnose und Untersuchung von Alarm- und Zustimmungspunkten als auch unter Berücksichtigung des Allgemeinen Untersuchungsganges des Pferdes erstellt.

Die Behandlung der Akupunktur-Punkte hat Einfluss auf Körper und Psyche des Pferdes. Bei der ganzheitlichen Betrachtung des Pferdes, welche auch die Grundlage der Osteopathie darstellt, kann mit Kombination der verschiedenen therapeutischen Möglichkeiten der beste Erfolg erzielt werden.

Hauptanwendungsgebiete der Pferde-Akupunktur sind:

  • Schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B. Rückenschmerzen und –Verspannungen, Prellungen, Zerrungen, Entzündungen, Lahmheiten etc.)
  • Behandlung funktioneller, vegetativer und chronischer Störungen (z. B. Gastritis, Deck- oder Rosseprobleme, Allergien)
  • positive Beeinflussung der Physis (z. B. Organe) und Psyche (Stress)
  • Gesamtunterstützung des Pferdes und Stärkung der Lebensenergie
  • Behandlung von Hauterkrankungen (z. B. Ekzeme)
  • Behandlung von Atemwegserkrankungen (z. B. Husten, Bronchitis)
  • Behandlung bei Rittigkeits- und Temperamentsproblemen
  • Rehabilitation des Pferdes nach Operationen
  • Prophylaxe (Störungen im Energiefluss werden gelöst, bevor es zu gesundheitlichen Problemen kommt)